[schlegel martin ist zu den wikingern übergelaufen. seit 10/2003 hat sich daher das band-haarvolumen erhöht und der band-männeranteil verringert.]

name: harald
sternzeichen: skorpion
derzeitiger wohnort: salzburg
instrument:
gesang, gitarre
einflüsse:
königin, alkohol, wetter, kleinkoestendorf, menschen, gitarren
lieblingsalbum: police - outlandos d' amour
mag:
regen, wind, wald, menschen
hasst:
menschen
name: zap
sternzeichen: stier
derzeitiger wohnort: salzburg
instrument:
gitarre
einflüsse:
john frusciant, the pixies, weezer, at the drive-in, fast last circus, schlechter heavy metal, hannes thanhofer
lieblingsalbum: kyuss - welcome to sky valley
mag:
franz kafka, gerhard polt, the simpsons, kaffee, schokolade
hasst:
musicals
name: psycho mike
sternzeichen: skorpion
derzeitiger wohnort: salzburg
instrument:
drums, gesang
einflüsse:
led zeppelin, ginger baker, max roach, deus, ratm, muse, elakelaeiset
lieblingsalbum: portishead - dummy, muse - showbiz
mag:
um die welt reisen
hasst:
schnorrer
name: johanna
sternzeichen: widder
derzeitiger wohnort: salzburg
instrument:
bass
einflüsse:
wahrscheinlich
lieblingsalbum: sonic youth - dirty, sleater-kinney - call the doctor, pavement - wowee zowee,...
mag: flohmärkte, fotos, farben
hasst:
wenn der sommer sich verabschiedet

Anfang 1999 beschließen 3 Studenten ihren weitgehend verantwortungsfreien Alltag etwas mehr Farbe zu geben und Musik zu machen, die im heimischen Formatradio keinen Platz hat.

Die anfängliche Suche von Harald, Bernhard „Psycho Mike“ und Josef nach einem Bassisten bereitet vorerst allerdings einige Probleme, bis Martin, ein Gitarrist der Tennengauer Metal Szene, der Band vorgestellt wird. Martin beeindruckt mit einem Best of Metallica Potpouri, dass er aus seiner Gitarre herauswürgt. Die Band erklärt ihm, dass sein musikalischer Background zwar o.k. ist, sie aber eigentlich einen Bassisten brauchen würden. Doch Martin erweist sich als Gitarrist ohne Egoproblem (die in dieser Band sowieso keine Chance haben), und tut das einzig richtige: er verzichtet auf 2 Saiten und ist bis vor kurzem für die tiefen Töne in der Band (im musikalischen, als auch im Sinne des geselligen Beisammensein) zuständig gewesen.

Harald obliegt die musikalische und lyrische Gestaltung des musikalischen Oeuvre. Er komponiert mit der sogenannten 2-Cassettenrecorder-Methode, eine Kompositionsweise, die äußerste Selbstdisziplin und die Hingabe eines Mönchs voraussetzt. Für besonders Interessierte hier ein kleiner Exkurs: Man verzichtet dabei auf die 1000en Möglichkeiten, die einem die modernen Sequencerprogramme oder auch in eingeschränktem Maße ein Mehrspurrecorder bietet, hat dafür aber den Vorteil, dass man nicht so leicht den Faden verliert und letztendlich nicht mehr weiß, was man eigentlich wollte. Der Song sollte sich idealerweise aus wenigen Grundgedanken, die einige melodische/harmonische Ideen und die Grundstimmung schon enthalten, langsam entwickeln und mit etwas Geduld, Eigendynamik und oft auch durch Zufall entsteht dann schon mal etwas Besonderes, dass quasi danach schreit, auf Tonträger verewigt zu werden. (Zitat Harald) – was uns direkt zum Sonic Flow Studio führt, in dem u.a. auch die erste EP entsteht (die mit dem legendären Billigwaschmittelcover).

Nach einigen Auftritten wird schnell klar, dass noch einige Songs darauf warten, auf CD gebrannt zu werden, doch ein weiterer Studiobesuch wäre ein finanzielles Debakel.
Die Band beschließt also ihre besten Anzüge nicht zu verkaufen sondern anzuziehen und nimmt beim Jederpopwettbewerb teil, wo sie die Jury so beeindrucken, dass man ihnen glatt noch zwei Studiotage schenkt, die zwar nicht für eine ganze EP reichen, aber immerhin für zwei Songs. Zwei weitere Songs werden bei Mario Thaler in Weilheim aufgenommen, dessen Studio übrigens so schlecht gelüftet ist, dass man noch die Ausdünstungen von Bands wie Readymade, Slut, Miles, Sportfreunde Stiller oder auch Attwenger wahrnehmen kann (trotzdem nicht die schlechtesten Referenzen). Und Mario, der Energydrink in Menschengestalt, leistet wirklich ganze Arbeit, und so dauert es nicht lange, bis die zweite EP „The Day“ das Licht der Welt erblickt.

Eine klassische Rockband, als solche sich SODA EXPORT verstehet, hat nach einer CD-Produktion möglichst viele Auftritte zu absolvieren, die leider immer noch in schlecht ausgestatteten Kleinwägen absolviert werden müssen. Mike ist es meist zu verdanken, dass man bis jetzt noch jeden Veranstalter gefunden hat, er ist der einzige, der zumindest ansatzweise so etwas wie Orientierungssinn besitzt.

Liveauftritte sind für die Vier aber trotz allem der Reiz an der ganzen Sache, und immerhin werden so Grenzerfahrungen wie leergefegt Bierzelte, in denen man „etwas von Deep Purple“ oder manchmal auch nur ein „Drumsolo“ spielen soll immer seltener. Die angenehmen Erfahrungen sind zum Glück weitaus häufiger (Global Village Festival – immerhin 10000 Leute Publikum; das Flex in Wien – trotz Liveübertragung der U-Bahngeräusche über unsere Gitarrenverstärker, und weitere Auftritte in ganz Österreich mit Bands wie Miles, Heinz, Texta und Aereogramme).

Im Juli 2003 beginnt die Band mit den Aufnahmen für die 3 CD, „Ghostman“, kurz darauf verlässt Martin das Quartett. Der Grund für sein überstürztes Ausscheiden ist weiblich, blond und kommt aus Schweden, wo Martin jetzt übrigens auch ist. Im September werden die Studioaufnahmen als Trio beendet, nicht ohne kurz darauf schon als vollständiges Quartett im Proberaum zu stehen. Der Grund ist wieder weiblich, blond, heißt Johanna und ist gleichzeitig die bassspielende Schwester von Gitarrist Zap, der sich übrigens jetzt wieder Josef nennt, da das lautmalerisch viel besser zum Namen seiner Schwester passt. Im Dezember folgt dann der erste Auftritt in der neuen Besetzung, die euphorischen Publikumsreaktionen versprechen einiges und bestätigen die Qualität der neuen SODA EXPORT.